Häufige Fragen zu Social Recruiting

45 Fragen und Antworten zu Fachkräftemangel, Kostenmodellen, Ablauf und Branchen-Eignung, damit Sie vor dem Erstgespräch bereits wissen, woran Sie sind.

Problemlage

Warum der Fachkräftemangel strukturell ist und was er Unternehmen tatsächlich kostet.

Der Fachkräftemangel hat sich zuletzt leicht abgeschwächt, bleibt aber strukturell bestehen, die Bundesagentur für Arbeit führt weiterhin über 163 sogenannte Engpassberufe. Gleichzeitig suchen die meisten passenden Kandidaten gar nicht aktiv nach einer neuen Stelle, klassische Anzeigen erreichen sie schlicht nicht.

Studien beziffern die wirtschaftlichen Folgekosten einer Vakanz auf bis zu 150 Prozent des Jahresgehalts der betroffenen Position, durch entgangene Produktivität, liegen gebliebene Aufträge und Mehrbelastung im bestehenden Team. Deutschlandweit summiert sich das laut IW Köln auf einen jährlichen Wertschöpfungsverlust von rund 49 Milliarden Euro.

Eine Stellenanzeige erreicht nur Menschen, die aktuell aktiv auf Jobsuche sind, das ist die kleinere Gruppe am Markt. Die meisten Fachkräfte sind angestellt, aber grundsätzlich offen für einen Wechsel, wenn sie ein passendes Angebot sehen, genau diese Gruppe erreicht eine Anzeige im Stellenportal in der Regel nicht.

Aktiv Suchende bewerben sich selbst auf Stellenanzeigen, sie sind aber die Minderheit am Arbeitsmarkt. Passiv Suchende haben aktuell eine Stelle, sind mit ihr aber nicht zwingend zufrieden und wechseln bei einem überzeugenden Angebot, ohne dass sie selbst aktiv gesucht hätten.

Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft konnten 2025 über 387.000 Fachkraftstellen nicht besetzt werden. Gesamtwirtschaftlich beziffert der DIHK-Fachkräftereport die Zahl unbesetzter Stellen sogar auf 1,8 Millionen.

Am stärksten betroffen sind laut aktuellen Auswertungen Gesundheits- und Pflegeberufe, Handwerk und Bau, technische Berufe in Industrie und Maschinenbau sowie Logistik und Lagerberufe. In all diesen Bereichen bleiben offene Stellen im Schnitt deutlich länger unbesetzt als im Durchschnitt aller Berufe.

Demografisch verschärft sich die Lage weiter, bis 2039 erreichen laut Prognosen rund 13,4 Millionen Erwerbspersonen das Rentenalter, während nur etwa 12,5 Millionen nachrücken. Konjunkturelle Entspannung in einzelnen Branchen ändert daran wenig, der strukturelle Engpass bleibt bestehen.

Bleibt eine Stelle über Monate unbesetzt, verteilt sich die liegen gebliebene Arbeit auf die verbleibenden Mitarbeiter. Das erhöht Überstunden und Krankheitstage und verstärkt in der Praxis oft genau das Problem, das die neue Stelle eigentlich lösen sollte.

Klassische Personalvermittler leben von einer Provision auf das Jahresgehalt der vermittelten Person, bei Fach- und Führungskräften mit hohem Gehalt lohnt sich der Aufwand für sie. Bei gewerblich-technischen Facharbeiterstellen mit geringerem Gehalt rechnet sich derselbe Aufwand für sie kaum, viele bearbeiten solche Mandate deshalb nur zögerlich oder gar nicht.

Beim allgemeinen Arbeitskräftemangel fehlen schlicht Bewerber für offene Stellen. Beim Fachkräftemangel gibt es durchaus Bewerber, aber nicht mit der geforderten Qualifikation, das betrifft ausdrücklich nicht nur Akademiker, sondern besonders Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung.

Die Bundesagentur für Arbeit führt aktuell über 163 sogenannte Engpassberufe, das entspricht rund einem Drittel aller Berufe ab Fachkraft-Niveau. In diesen Berufen übersteigt die Zahl der offenen Stellen die Zahl der verfügbaren Bewerber deutlich.

Kostenmodelle

Wie sich der DirectMatch-Festpreis von klassischer Provisions-Vermittlung unterscheidet.

Social Recruiting bezeichnet die gezielte Ansprache von Fach- und Schlüsselkräften über bezahlte Kampagnen auf Plattformen wie Facebook und Instagram, statt sich allein auf klassische Stellenanzeigen zu verlassen. Genau das ist die Grundlage von DirectMatch: eine zielgruppenspezifische Kampagne mit mobiloptimiertem Bewerbungsfunnel für Ihre konkrete offene Position, nicht der allgemeine Aufbau einer Arbeitgebermarke wie beim Employer Branding.

Eine klassische Personalvermittlung sucht im Auftrag eines Unternehmens nach passenden Kandidaten und wird bei erfolgreicher Einstellung provisionsbasiert vergütet, meist als Prozentsatz vom Jahresgehalt. DirectMatch ist keine Personalvermittlung: Sie zahlen einen vorab feststehenden Festpreis für die Kampagne, unabhängig vom späteren Gehalt der eingestellten Person, und erhalten die vorqualifizierten Bewerbungen direkt zur eigenen Auswahl. Den genauen Preis für Ihre Position sehen Sie im Preisrechner.

Bei der klassischen Personalvermittlung wird die vermittelte Person direkt bei Ihrem Unternehmen angestellt, der Vermittler tritt nur als Kontaktvermittler auf. Bei der Zeitarbeit bleibt die Person beim Zeitarbeitsunternehmen angestellt und wird Ihnen nur befristet überlassen. DirectMatch ist keines von beidem: wir übernehmen Kampagne, Vorqualifizierung und Kandidatenauswahl bis zum finalen Gespräch, die Anstellung schließen Sie danach direkt mit der von Ihnen gewählten Person, ohne Erfolgsprovision und ohne Zeitarbeitsverhältnis.

Bei einer klassischen Personalvermittlung zahlt in aller Regel das beauftragende Unternehmen die Provision, meist erst bei erfolgreicher Einstellung. Bei DirectMatch zahlen Sie stattdessen einen Festpreis für die Kampagne selbst, unabhängig davon, ob und wen Sie am Ende einstellen. Ihren Preis berechnen Sie direkt im Preisrechner.

Nein, auch bei einer klassischen Personalvermittlung zahlt das beauftragende Unternehmen die Provision, nicht der Bewerber. Bei DirectMatch gilt dasselbe Prinzip, mit dem Unterschied, dass Ihr Preis vorab feststeht und nicht vom späteren Gehalt der eingestellten Person abhängt.

Klassische Personalvermittler berechnen meist eine Provision von 20 bis 35 Prozent des Bruttojahresgehalts der vermittelten Person, bei Standardrollen niedriger, bei schwer zu besetzenden Spezialisten höher. Der Endpreis steht damit erst fest, wenn Position und Gehalt final verhandelt sind.

Beim Erfolgshonorar zahlen Sie nur, wenn tatsächlich eine Einstellung zustande kommt, dafür trägt die Vermittlung das Risiko und priorisiert oft die Mandate, die sich am schnellsten abschließen lassen. Beim Festpreis zahlen Sie einen vorab feststehenden Betrag für die Kampagne, unabhängig davon, wie viele Bewerbungen am Ende eingehen.

Das Modell stammt aus einer Zeit, in der Vermittlung vor allem bei gut bezahlten Fach- und Führungskräften stattfand, hier lohnt sich der Aufwand auch bei einer Provision. Bei Positionen mit niedrigerem Gehalt ergibt dasselbe Modell für den Vermittler wirtschaftlich oft wenig Sinn.

Bei klassischen Provisionsmodellen ist das vertraglich unterschiedlich geregelt, oft mit anteiliger Rückerstattung oder einer Nachbesetzungsgarantie über einen begrenzten Zeitraum. Das sollte vor Vertragsschluss in jedem Fall schriftlich fixiert sein, unabhängig vom gewählten Anbieter.

Ja, das Werbebudget für die Kampagne ist vollständig im Paketpreis enthalten, es entstehen keine separaten Kosten für Anzeigenschaltung oder Ad-Spend.

Nein, der vereinbarte Paketpreis ist der Gesamtpreis für die gebuchte Laufzeit, ohne gesonderte Abrechnung von Ad-Spend, Kampagnenbetreuung oder Reporting.

Der Vertrag endet automatisch mit Ablauf der vereinbarten Laufzeit, es gibt keine stillschweigende Verlängerung. Eine Fortsetzung erfordert eine neue, aktive Beauftragung.

Ja, zum Start eines neuen Auftrags können Sie ein anderes Paket wählen, je nachdem wie viel Unterstützung Sie bei Auswahl und Ansprache der Kandidaten benötigen.

Bei einem Folgeauftrag im gleichen Paket innerhalb von 60 Tagen erhalten Sie einen Mehrfachrabatt.

Eine über Monate unbesetzte Fachkraftstelle kostet laut Studien deutlich mehr, als die meisten Unternehmen annehmen, bis zu 150 Prozent des Jahresgehalts an entgangener Produktivität. Der Festpreis liegt in aller Regel klar darunter und ist vorab exakt bekannt.

Die "ab"-Preise zeigen die Einstiegskonditionen jedes Pakets. Der exakte Preis hängt von Position, Suchradius und gewünschter Laufzeit ab und wird direkt und öffentlich zugänglich im Preisrechner für Ihre konkrete Vakanz berechnet, ganz ohne Formular oder Login.

Ablauf & Zeitrahmen

Was nach dem Erstgespräch passiert, und wie lange jede Phase dauert.

Zuerst klären wir gemeinsam in einem unverbindlichen Erstgespräch Ihre offene Position, den Suchradius und das passende Paket. Danach übernehmen wir den Kampagnenaufbau, die Funnel-Erstellung und die unmittelbare KI-Prüfung. Je nach gewähltem Paket führen wir zusätzlich die persönlichen 1:1-Qualifizierungsgespräche durch und übergeben Ihnen die passenden Kandidaten für Ihr finales Gespräch.

Sobald Ihr Stellenprofil vorliegt oder wir Ihre Anforderungen im Erstgespräch geklärt haben, erstellen wir Ihre individuellen Unikat-Anzeigen. In der Regel geht Ihre maßgeschneiderte Kampagne innerhalb von 24 Stunden nach Ihrer Freigabe live.

Das hängt von Position, Region und Suchradius ab. Sobald belastbare eigene Zahlen aus abgeschlossenen Kampagnen vorliegen, ergänzen wir hier einen konkreten Durchschnittswert.

Im Paket Smart übernimmt unser DirectMatch-System die automatisierte Vorqualifizierung: Unmittelbar nach Bewerbungseingang erfolgt eine automatische Vorprüfung, die die Angaben auf Echtheit, Richtigkeit und Ernsthaftigkeit prüft und anhand einer Scorecard bewertet. Ab den Paketen Comfort und Premium bewerten unsere Recruiter die Profile zusätzlich persönlich und führen mit den Kandidaten intensive 1:1-Qualifizierungsgespräche, bevor Ihnen die finalen Top-Kandidaten übergeben werden.

Das hängt stark von Position, Region und Attraktivität des Angebots ab, eine pauschale Zahl wäre hier nicht seriös. Im persönlichen Gespräch schätzen wir das für Ihre konkrete Position realistisch ein.

Im Paket Smart erhalten Sie die systematisch vorqualifizierte Bewerberliste und führen Auswahl sowie Gespräche eigenständig durch. In den Paketen Comfort und Premium übernimmt unser erfahrenes Recruiting-Team die persönliche Vorauswahl und führt tiefgehende 1:1-Qualifizierungsgespräche durch. Sie sprechen am Ende ausschließlich mit den bereits geprüften Top-Kandidaten, die bereit für das finale Vorstellungsgespräch bei Ihnen sind.

Sie erhalten in jedem Fall die vollständige Bewerberliste und das Reporting der gelaufenen Kampagne. Für eine Fortsetzung der Suche buchen Sie einen weiteren Zeitraum, zum vereinbarten Folgepreis, ohne Zusatzkosten für den Neustart.

Der Suchradius umfasst bis zu 40 Kilometer um Ihren Unternehmensstandort, im Paket Premium bis zu 60 Kilometer.

Sie erhalten durchgängiges Reporting zu Reichweite, Bewerbern und Passung während der gesamten Laufzeit, nicht erst am Ende der Kampagne.

Sie haben einen persönlichen Ansprechpartner für die gesamte Laufzeit, unabhängig davon, welches Paket Sie gebucht haben.

Ja, die Vorqualifizierung richtet sich nach den Muss-Kriterien, die Sie zu Beginn gemeinsam mit uns festlegen. Im Paket Premium besprechen wir diese Kriterien zusätzlich in einem ausführlichen Workshop vor Kampagnenstart.

Branchen

Ob Social Recruiting auch für Ihre Branche funktioniert.

Ausführlich je Branche:

Zwischen Januar und Dezember 2025 fehlten im deutschen Handwerk rund 97.000 Fachkräfte, in vielen Handwerksberufen blieb rechnerisch fast jede zweite Stelle unbesetzt. Klassische Stellenanzeigen erreichen diese Zielgruppe kaum noch, die meisten Gesellen und Meister suchen aktuell nicht aktiv nach einer neuen Stelle. Social Recruiting spricht diese Fachkräfte dort an, wo sie ohnehin unterwegs sind, mit einer klaren Kampagne statt einer weiteren Anzeige im Stellenportal.

Anfang 2026 meldeten noch rund 30 Prozent der Bauunternehmen in Deutschland spürbare Personalengpässe. Auf dem Bau entscheidet Tempo häufig über den nächsten Auftrag, eine unbesetzte Stelle kostet direkt Umsatz. Mit einer gezielten Kampagne und einem mobilen Bewerbungsprozess erreichen Sie Facharbeiter, bevor sie beim nächsten Wettbewerber landen.

Rund 30,6 Prozent der Transport- und Logistikunternehmen berichteten Anfang 2026 weiterhin von Personalengpässen, an Lkw-Fahrern allein fehlen laut Branchenschätzung 70.000 bis 80.000. Fahrer und Lagerpersonal sind auf klassischen Jobportalen kaum noch zu finden, viele wechseln über eine Empfehlung oder ein gutes Angebot im eigenen Umfeld. Genau diese Zielgruppe sprechen wir gezielt über Social Media an.

Allein im dritten Quartal 2025 meldete der VDI rund 99.470 offene Stellen in Ingenieurberufen, Mechatroniker und Elektronikingenieure stehen in der Automobil-, Metall- und Maschinenbauindustrie durchweg ganz oben auf der Mangelliste. Diese Positionen sind fachlich anspruchsvoll und entsprechend selten am Markt verfügbar. Über unser DirectMatch-System identifizieren wir gezielt Kandidaten mit passendem Qualifikationsprofil, statt breit zu streuen.

Das Gesundheitswesen gilt inzwischen als größte Engpassbranche in Deutschland, über 46.000 Stellen blieben zuletzt unbesetzt. Pflegekräfte sind wegen belastender Arbeitsbedingungen häufig wechselbereit, aber nicht aktiv auf Jobsuche. Eine authentische, direkte Ansprache erreicht sie dort, wo klassische Stellenanzeigen längst nicht mehr ankommen.

Bis 2028 sollen über 40.000 Verkaufsstellen in Deutschland unbesetzt bleiben, während die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, besonders betroffen sind ländliche Regionen und Beratungspositionen. Verkaufspersonal sucht selten aktiv über Jobportale, reagiert aber gut auf eine direkte, alltagsnahe Ansprache. Social Recruiting erreicht genau diese Zielgruppe in ihrem gewohnten Umfeld.

Der Fachkräftemangel trifft die Energiebranche besonders im technischen Außendienst, verschärft durch wachsende regulatorische Anforderungen. Techniker und Monteure für diesen Bereich sind gefragt und entsprechend selten offen für klassische Bewerbungsprozesse. Eine gezielte Kampagne mit unkompliziertem Bewerbungsweg erreicht sie schneller als eine weitere Anzeige im Portal.

Ihre Frage war nicht dabei?

Sprechen Sie mit uns. 15 Minuten, unverbindlich.